Trainingspartner Wind

Zur Herbstzeit gehört  immer auch der Wind., wir erinnern uns hier  auch an Rilke´s schöne Gedicht „Herbsttag“:

„Herr, es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.

Leg Deine Schatten auf die Sonnenuhren,

und auf den Fluren laß die Winde los.

 

Von den vielen wechselnden Wetterbedingungen gehört der Wind zu den unangenehmeren Bedingungen,  denen sich Nordic Walker gegenüber sehen. Im Sommer heizt er auf und im Winter lässt er die Kälte noch kälter empfinden. Selbst leichte Plusgrade von 2o Celsius werden schon bei Windstärke 3 als minus 7o  empfunden. Wenn es etwas gibt, das im Training mehr stört als der Wind, dann sollten wir versuchen, seine positiven Eigenschaften zu nutzen und ihn zu unserem Freund machen. Dabei nutzen wir die unterschiedlichen Effekte von Rücken und Gegenwind. Während der Gegenwind immer Wärme vom Körper ableitet ist dies bei Rückenwind nicht in gleichem Maße der Fall. Im Extremfall, wenn der Rückenwind genau dem Trainingstempo entspricht, dann verhindert er sogar die Wärmeabgabe und  es kommt zu einem Temperaturanstieg. Diesen Effekt machen wir uns als Nordic Walker zunutze und beschleunigen im Winter nach dem Eingehen unser Tempo gegen den Wind. Wenn wir mit der Gruppe unterwegs sind gehen wir im Windschatten und wechseln uns in der Führung ab, und zurück verhindert der Rückenwind eine zu starke Auskühlung. Im Sommer walken wir zuerst in flottem Tempo mit dem Rückenwind und gehen im kühlenden Gegenwind zurück und vermeiden so eine Überhitzung.

 

 

 

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